Kurzspilefilm
Paul und Elisabeth sind alt. Daran lässt sich nichts herumdeuten. Paul kann sich nicht mehr richtig bewegen, Elisabeth hat Probleme mit dem Gedächtnis und der Orientierung. Die Tochter versucht zu helfen. Doch Paul und Elisabeth wollen keine Hilfe, keine guten Ratschläge, nicht behandelt werden, als wären sie Kinder. Sie wollen ihre Ruhe haben. Und zusammen sein. Auch wenn sie wissen, dass das gemeinsame Leben nicht mehr so einfach sein wird, wie bisher. In NICHT IM TRAUM behandelt die Filmemacherin Astrid Menzel das Thema des Alterns. Doch neben den Figuren, die von Ulrich Voß und Monika Lennartz in intensivem und gänzlich angstfreiem Spiel dargestellt werden, setzt Menzel auch das Haus der Bewohner in Szene. Lange Einstellungen des mit großer Sorgfalt in Szene gesetzten Interieurs verraten so viel über das Paar, über die gemeinsame Geschichte, aber auch über die Leere, die nun in vielen Räumen herrscht, da sich das Leben nur noch auf wenigen Quadratmetern abspielt, unterstützt von sehr sparsamen Dialogen und einer fast gänzlich reduzierten Lichtsetzung. Und während einzelne Szenen die Ängste und Erwartungen auf fast surreale Weise visualisieren, so bleibt doch der Kern der Geschichte absolut realistisch. Es geht um das Altern. Um die Angst davor – aber auch die Würde darin. Berührendes Kurzfilmkino.
Schnitt: Christian Dubuisson
